Kultur und Geschichte

Das Bewusstsein Teil einer Jahrtausende alten Geschichte zu sein, ist in ganz Apulien und besonders im Salento spürbar.

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Kultur und Geschichte

Das Bewusstsein Teil einer Jahrtausende alten Geschichte zu sein, ist in ganz Apulien und besonders im Salento spürbar.

DIE KÜSTENTÜRME: STILLE WÄCHTER DES MEERES

Die ganze salentinische Küste ist mit Wach- und Aussichtstürmen gespickt. Die meisten von ihnen wurden, in regelmäßigen Abständen, im 16. Jahrhundert zum Schutz vor allem türkischen und sarazenischen Angreifern errichtet. Die Wachtürme wurden in der Regel von drei Personen bewohnt, die sich beim Blick aufs Meer abwechselten, um jederzeit mit Leuchtsignalen oder Glockengeläut Verdächtiges zu melden. Daraufhin setzten sich die “Cavallai” auf schnellen Pferden in Bewegung, um sofortigen Widerstand zu organisieren. Die folgenden Wachtürme sind von Nord nach Süd leicht vom Vivosa Apulia Resort zu erreichen:

Torre Squillace: fast in Pyramidenform.

Torre Quattro Colonne: beherbergt auch vier einst mit Kanonen bestückte Bastionen.

Torre San Giovanni: einziger achteckiger Turm, dient heute noch als Leuchtturm für die italienische Marine.

Torre Mozza: in Kegelform, teilweise eingestürzt.

Torre Pali: in Zylinderform, teilweise im Wasser stehend.

Torre Vado: zweigeschössig mit runder Grundfläche.

 

UGENTO UND UMGEBUNG

Die Schönheit des Salento steckt in den kleinen Dörfern mit teils langer Geschichte. Diese Gegend ist schließlich Heimat der Massapier, die hier seit Jahrtausenden siedeln. Eines dieser Dörfer ist das nahe dem Vivosa gelegene Ugento, was soviel wie “funkelnd, leuchtend” bedeutet und unbedingt einen Besuch wert ist. Das gleiche gilt für die vorgelagerten Küstenorte wie Torre San Giovanni, einst ein wichtiger Umschlagplatz, von dem aus die gesamte messapische Bevölkerung versorgt wurde. Der Turm, nach dem das Viertel benannt wurde, steht heute noch, ist schachbrettartig bemalt und fungiert als Leuchtturm. Der Strand von Ugento weist hingegen von groben Steinen über Kiesel bis zu feinstem Sand fast alle erdenklichen Handtuchunterlagen auf.Weiter südlich finden wir  Torre Mozza , ein kleiner “Borgo”, der bis an den Strand heranreicht. Der eigentliche Turm, im 16. Jahrhundert errichtet, ist mittlerweile teilweise eingestürzt. Neueren Datums ist Lido Marini, ein herrlicher Sandstrand mit smaragdgrünem Meer.

 

UNTERIRDISCHE OLIVENPRESSEN

Viel vom Reichtum des Salento befindet sich unter der Erde. Es sind die Minen des grünen Goldes, also der Oliven, die in den Fels geschlagen wurden. Dieser ungewöhnliche Ort hat einen historischen Grund: im 9. Jahrhundert löste die Olivenwirtschaft nämlich den Getreideanbau als wichtigste Einkommensquelle der Bevölkerung ab. Die Olivenpressen lösten damit auch die alten messapischen Getreidespeicher ab und wurden an gleicher Stelle errichtet. Daraus entstanden ganze “unterirdische Städte” wie Presicce, das etwa 30 unterirdische Produktionsstätten für Olivenöl beherbergte, alle gelegen unter dem Hauptplatz der Stadt. Von hier wurde Olivenöl in ganz Europa exportiert. Andere mittelalterliche Olivenzentren waren Morciano di Leuca, mit zwanzig Produktionsstätten, sowie Sternatia mit seinen neunzehn Pressen. Einige der wenigen dieser Stätten, die sich heute noch besuchen lassen, ist in Porta Filia beziehungsweise in Noha (Galatina) direkt vor dem Eingang zum Schloss zu finden. Auch diese Ölfabrik wurde in den Fels geschlagen, wovon auch die Stalaktiten an der Decke zeugen. Weitere besuchbare Ölfabriken befinden sich in Vernole, unter der Piazza Vittorio Veneto. Dort verbirgt sich die alte Ölfabrik Caffa aus dem 16. Jahrhundert, mittlerweile restrukturiert. Auch in Gallipoli, unter dem Palazzo Granafei, lässt sich heute noch eine Ölfabrik aus dem 17. Jahrhundert besichtigen.

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